Ganzheitliche Gesundheit – Warum Gesundheit mehr ist als Sport

Die meisten von uns assoziieren einen gesunden Lebensstil vor allem mit Sport und ausreichend Bewegung. Menschen, die viel Sport treiben und sich in Ihrem Alltag viel bewegen, werden häufig für Ihr gesundheitsbewusstes Verhalten bewundert. Zwar ist jeder, der sich ausreichend bewegt, all denjenigen einen Schritt voraus, die sitzen bleiben. Für ganzheitliche Gesundheit ist das jedoch zu kurz gedacht. Wir zeigen Ihnen, was notwendig ist, um sich ganzheitlich gesund zu fühlen.

Freunde des runden Leders und der körperlichen Ertüchtigung…

Stellen Sie sich vor, Sie möchten ab sofort gesünder leben: Welche Maßnahmen kommen Ihnen zuerst in den Sinn? Häufiger Laufen gehen? Regelmäßig ins Fitnessstudio? Schokolade gegen Obst eintauschen? Oder das gelegentliche Glas Wein auf ein Minimum reduzieren?

Viele werden bei dem Gedanken an Gesundheit zunächst an Sport und gesunde Ernährung denken. Eben das, was unseren Körper maßgeblich fit und gesund hält. Und das ist auch richtig. Zumindest zu einem gewissen Teil. Um hinter das Geheimnis zu ganzheitlicher Gesundheit zu gelangen, sollten jedoch auch andere Komponenten einbezogen werden, die in den meisten Fällen nicht einmal in Betracht gezogen werden. Zu einem ganzheitlichen Wohlbefinden gehören neben der körperlichen Gesundheit zu gleichen Anteilen auch die psychische und die soziale Gesundheit.

3 Bausteine für ganzheitliche Gesundheit

Diese 3 Komponenten – Körper, Psyche und Sozialleben – lassen sich in der Fachsprache als biopsychosoziales Modell zusammenfassen. Es beschäftigt sich damit, welche Aspekte auf den unterschiedlichen Ebenen den Gesundheitszustand eines Individuums beeinflussen und ihn auf dem Gesundheits-Krankheits-Kontinuum in die eine oder andere Richtung bewegen lassen. Dabei beeinflussen sich die 3 Ebenen jeweils gegenseitig und können im Zusammenspiel den Gesundheitszustand verstärken oder schwächen. So muss ein physischer Schmerz nicht zwingend körperlicher Natur sein, sondern kann ebenso durch mentalen Stress oder soziale Probleme hervorgerufen werden

Körper vs. Psyche vs. Sozialleben

Die jeweiligen Ebenen werden in dem Modell folgendermaßen beschrieben:

Körperliche Gesundheit:
Die körperliche Ebene stellt den „Bio“ Aspekt des biopsychosozialen Modells dar. Dazu gehört in erster Linie der Körper mit all seinen Organen, Muskeln, Nerven, Zellen und dem Stoffwechsel. Auch Krankheitserreger, die zu Infektionen führen, sowie Unfälle, die Verletzungen verursachen, werden darunter gefasst.  
Psychische Gesundheit:

Zur psychischen Gesundheit gehört vor allem das Denken, Fühlen, Empfinden und Handeln einer Person. Im weiteren Sinne also die Seele eines Menschen. Angst und Trauer können eine Rolle spielen, den Gesundheitszustand zu verschlechtern. Freude und Zufriedenheit hingegen können den Gesundheitszustand erheblich verbessern.

Soziale Gesundheit:

Unter die soziale Ebene fallen das Lebensumfeld und die Lebensbedingungen einer Person. Dazu zählen soziale Kontakte wie Freunde und Familie sowie der Beruf, der Alltag etc. So können bspw. schwierige familiäre Situationen und schlechte Arbeitsbedingungen die Gesundheit negativ beeinflussen. Unterstützung aus dem sozialen Umfeld sowie eine erfüllende Tätigkeit hingegen können das individuelle Wohlbefinden steigern.

Ganzheitliche Gesundheit_Körper_Psyche_Sozialleben
So schützen Sie Ihre Gesundheit auf allen Ebenen

Meist sind körperliche Leiden das erste Signal, dass etwas nicht stimmt. Jedoch bedeutet das nicht zwangsläufig, dass es die körperliche Gesundheit ist, um die man sich vorrangig kümmern sollte. Ebenso können die psychische wie auch die soziale Ebene Einfluss auf die körperliche Gesundheit nehmen und umgekehrt.

Die gute Nachricht also: Sie müssen sich nicht täglich zum Sport quälen, um gesünder zu werden. Vielmehr ist es sinnvoller, wenn Sie sich auf jeder Ebene gute Gewohnheiten aneignen, die die Gesundheit in den jeweiligen Bereichen schützen. So werden Sie nach und nach von übergreifenden Wechselwirkungen profitieren können, die sich gegenseitig verstärken.

Maßnahmen für körperliche Gesundheit:

Regelmäßige Bewegung, gesunde Ernährung und ausreichend Schlaf zählen letztlich als schützende bzw. stärkende Faktoren für die körperliche Gesundheit. Eine trainierte Muskulatur durch regelmäßiges Krafttraining sowie ein gutes Herz-Kreislauf-System durch abwechslungsreiches Ausdauertraining halten den Körper langfristig fit. Zudem hilft ein gestärktes Immunsystem durch gesunde Ernährung und ausreichend Erholung durch eine gute Schlafhygiene der körperlichen Gesundheit nachhaltig auf die Sprünge. 

Maßnahmen für psychische Gesundheit:

Die psychische Gesundheit kann vor allem durch eine positive und optimistische Lebenseinstellung verbessert werden. Mehr Achtsamkeit sowie Maßnahmen zur Stressbewältigung tragen dazu bei, die mentale Gesundheit aufrecht zu erhalten. Dabei spielt u. a. auch die Stärkung des Kohärenzgefühls eine entscheidende Rolle.

Maßnahmen für soziale Gesundheit:

Auch der Rückhalt aus sozialen Kontakten kann die eigene Gesundheit erheblich verbessern. Ein zuverlässiger Freundeskreis und eine unterstützende Familie sind wichtig und geben auch in schwierigen Situationen Halt. Genauso beeinflusst ein erfüllender und sinnstiftender Job mit guten Kollegen den Gesundheitszustand positiv.

Kurz zusammengefasst:

Betrachtet man die Gesundheit ganzheitlich, wird nicht nur der Körper, sondern zu gleichem Anteil auch die Psyche und die soziale Ebene einbezogen. Neben abwechslungsreichen Alltagsaktivitäten und Sport helfen somit auch Selbstachtsamkeit und eine optimistische Lebenseinstellung sowie ein unterstützendes und positives Umfeld, um ganzheitlich gesund zu sein. Durch gute Gewohnheiten auf den einzelnen Ebenen können Sie Ihren Gesundheitszustand stärken und verbessern sowie langfristig von verstärkenden Wechselwirkungen profitieren. Sind die 3 Ebenen stark gefestigt, ermöglicht das Ihnen, mit Lebensbelastungen besser umzugehen und Ressourcen gut zu nutzen.  

So hält sich das i-gb Team gesund:

Natürlich interessiert uns, wie die Umsetzung einer ganzheitlichen Gesundheit in der Praxis aussehen kann. Deswegen haben wir einige Mitglieder des i-gb Teams befragt, wie sie persönlich mit der körperlichen, psychischen und sozialen Gesundheit umgehen. Wir haben ein paar der Antworten für Sie zusammengefasst:

„Was machst du, um dich körperlich gesund zu fühlen“:

Frank: „Mein Ziel ist es, mindestens dreimal pro Woche Sport zu machen, mich einigermaßen gesund zu ernähren, im Alltag genügend Zeit bezüglich Regeneration und Stressabbau zu nehmen und nicht immer alles so ernst zu nehmen. Ich versuche den Tag mit einem Lächeln zu starten und zu beenden.“

Christoph: „Da ich aus dem Leistungssport komme, spielt Bewegung eine große Rolle für mich. Sport hilft mir dabei, gut einschlafen zu können und tagsüber bei der Arbeit fit zu sein. Außerdem habe ich persönlich herausgefunden, dass mir Intervallfasten hilft, konzentriert bleiben zu können.“

Svenja: „Vor allem ernähre ich mich rein pflanzlich, was mir viel Energie gibt, mich mit allen notwendigen Nährstoffen versorgt und mich körperlich gesund hält. Außerdem laufe ich täglich mindestens zwei Stunden mit meinem Hund in der Natur, um einen Ausgleich zu schaffen zu meiner sitzenden Tätigkeit vor dem PC. Zudem achte ich auf ausreichend erholsamen Schlaf.“

„Wie pflegst du deine psychische Gesundheit?“ 

Evelyn: „Ich habe angefangen zu meditieren und mich mit spirituellen Themen zu beschäftigen, darunter fällt im Hier und Jetzt zu sein, Gedankenkarusselle abzustellen, dankbar zu sein für das was man hat und loszulassen. Ebenso ist Schlaf v. a. als Mama viel wert. Sich Freiräume von Verpflichtungen zu verschaffen, auch mal faul auf der Couch zu sitzen und Netflix anzusehen.“

Oliver: „Mit regelmäßigen Entspannungsaktivitäten wie Therme, Sauna und Spazierengehen. Wichtig ist mir, das Smartphone oder Ähnliches dabei links liegen zu lassen. Auch ausreichend Schlaf und schöne Erlebnisse mit Freunden gehören für mich zur psychischen Gesundheit. Dabei versuche ich immer offen für Neues zu sein.“

Andreas: „Hier will ich einen Punkt anführen: Ich schreibe täglich vor dem Schlafengehen in mein Dankbarkeits-Journal. Das hilft, sich zum Tagesabschluss auf das Positive des Tages zu fokussieren.“

„Was bedeutet soziale Gesundheit für dich?“ 

Sonja: „Unter sozialer Gesundheit verstehe ich ein soziales Netzwerk, in dem man eingebunden ist und die sozialen Erfahrungen, die man im Zusammenleben mit anderen macht. Darunter fällt für mich vor allem eine gute Kommunikation mit Partner/in, Familie, Freunden und dem gesamten Umfeld. Das bedeutet für mich auch, dass Traditionen gelebt werden, die den Zusammenhalt stärken. Für mich ist außerdem das Thema Unterstützung wichtig, wenn es nahestehenden Menschen schlecht geht. Im Allgemeinen spielen auch Faktoren wie der soziale Status und die Eingliederung in die Gesellschaft, um einen positiven Beitrag dort zu leisten, eine wichtige Rolle.“

Christina: „Unter sozialer Gesundheit verstehe ich gesunde und aufrichtige Freundschaften und eine gute Beziehung zur Familie. Am liebsten gehe ich mit Freunden ins Training und zum Bouldern. Dann verbinde ich die soziale und körperliche Gesundheit.“

Frank: „Eine gesunde Umwelt, gesunde Arbeitsbedingungen, ein ausreichendes Einkommen, gelebte Wertschätzung, ein soziales Netz und gesunder Lebensstil.“

Finden Sie Ihre Balance

Jetzt sind Sie an der Reihe. Überlegen Sie sich, in welchem Bereich Ihres Lebens Sie kleine Veränderungen vornehmen können, um ganzheitliche Gesundheit zu erreichen. Finden Sie etwas, was zu Ihnen und Ihrem Alltag passt und womit Sie Ihr Wohlbefinden Schritt für Schritt verbessern können. Denn auch hier gilt: Balance is key! Oder wie unser Geschäftsführer Andreas es passend formuliert hat: Ganzheitliche Gesundheit bedeutet für mich „eine lebenslange Aufgabe, die […] durch Gewohnheiten immer leichter wird.“

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